Parissa Haghirian

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Associate Professor of International Management at Sophia University, Tokyo, in the field of Japanese Management.

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Okt 13 2009

Parissa`s New Article on Japanese Product Development (In German)

Produktentwicklung in Japan

Von Parissa Haghirian (Japan Markt Oktober 2009)

Die vergangenen Monate waren geprägt von Meldungen über die sinkenden Produktionszahlen der japanischen Industrie. Die Elektronikindustrie ist das keine Ausnahme. Doch der Rückgang der Produktionszahlen scheinen sich nicht in der Innovationsfähigkeit japanischer Unternehmen auszuwirken. Diese sind wie schon immer führend in der Produktentwicklung und haben auch in diesem Jahr einige interessante Neuerungen zu bieten. Der Grund dafür ist in japanischen Produktentwicklungsprozessen zu finden, die sich grundlegend von Westlichen unterscheiden. Sie sind der Grund, warum es japanische Unternehmen bis heute immer wieder schaffen, sich bei Konsumgüterprodukten besonders zu profilieren.

Japan hat die kürzesten Produktlebenszyklen

Der Gründe für die führende Rolle, die japanische Unternehmen in der Produktentwicklung spielen, sind im japanischen Markt mit seiner hohen Dynamik und in der Beschaffenheit japanischer Unternehmen selbst zu finden. Um das in Japan besonders anspruchsvolle Konsumenteninteresse aufrecht zu erhalten, müssen vor allem Hersteller von Konsumgütern ständig neue Produkte auf den Markt bringen. Produktlebenszyklen sind daher aussergewöhnlich kurz. Viele japanische Markenartikler präsentieren im Abstand von wenigen Wochen neue Produkte. Und japanische Konsumenten reagieren fuer gewöhnlich kauffreudig. Aus diesem Grund ist die Zahl neuer Produkte sehr hoch und der Druck auf Unternehmen diese so schnell als möglich zu entwickeln, steigt.

Dennoch ist japanisches Produktmanagement - neben japanischem Marketing - ein weiteres Management-Thema, dass es bisher nicht in die westlichen Medien und Managementforschung schaffte. Das ist erstaunlich, denn die rasche und erfolgreiche Entwicklung von innovativen Produkten war schon in Zeiten des Aufschwungs während der 80er-Jahre eines der herausragendsten Merkmale japanischer Unternehmen. Nippons Unternehmen konzentrieren sich auch heute noch sehr auf die konsumentenorientierte Entwicklung von neuen und innovativen Produkten. Zwei Merkmale stechen besonders ins Auge. Japanische Unternehmen weisen einen geringeren Anteil an radikalen Innovationen auf. Radikale Innovationen sind Produkte, die dem Konsumenten einen völlig neuen Mehrwert praesentieren, wie beispielsweise das i-phone. Auf der anderen Seite sind japanische Unternehmen besonders gut darin, Produkte zu entwickeln, die auf auf noch so unterschiedliche Konsumentenbedürfnisse eingehen.

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